049 - Freundlichkeit: Warum ein rauer Ton in dir nachwirkt
Shownotes
**Worum es in dieser Folge geht**
Halb acht beim Bäcker. Du sagst „Guten Morgen“, zurück kommt ein knappes „Was soll's sein?“. Zwölf Stunden später fährst du dein Kind an, weil es noch eine Folge schauen will, und weißt nicht mal genau, woher das kam. So ein Satz bleibt selten beim Bäcker.
In dieser Folge geht es um den Umgang mit unfreundlichen Menschen und um das, was ihr Ton in dir anstößt. Ich erzähle dir, wo ich das Gegenteil erlebe: beim Wandern im Schwarzwald. (Mit Wanderschuhen und Rucksack sind wir scheinbar deutlich nettere Menschen als im Düsseldorfer Feierabendverkehr. Da können wir dran arbeiten.)
**Das erwartet dich**
- Was die YouGov-Umfrage im Auftrag von Babbel vom März 2026 über unseren Umgangston zeigt, und weshalb sich 85 Prozent trotzdem für höflich halten
- Weshalb Freundlichkeit ansteckt: das Experiment von James Fowler und Nicholas Christakis
- Die eine Unterscheidung, die viel verändert: Was der andere sagt, hat mit ihm zu tun. Was es in dir auslöst, hat mit dir zu tun
- Wie ein fremder Satz alte Gefühle aus der Kindheit anstößt
- Wie du dir selbst freundlich begegnest, wenn es dich erwischt hat, und weshalb Ehrlichkeit mit dir dazugehört
- Einen Vorwurf übersetzen, mit einem Gedanken aus der gewaltfreien Kommunikation nach Marshall Rosenberg
- Mitgefühl und eine klare Entscheidung aus dem Erwachsenen-Ich der Transaktionsanalyse
- Wenn der harte Ton des Tages mit nach Hause kommt: zu deinem Partner und zu deinen Kindern
**Die Frage zum Mitnehmen**
Wie würde dein Abend aussehen, wenn du dir selbst so freundlich begegnest, wie du es dir von anderen wünschst?
**Zum Weiterlesen**
- *Vom Drama zur Harmonie* von Michael Lahme: [Zum Buch](https://michael-lahme.de/beziehung-verstehen-buch)
- *Gewaltfreie Kommunikation: Eine Sprache des Lebens* von Marshall B. Rosenberg
**Dein nächster Schritt**
- [Ersten Anruf buchen](https://michael-lahme.de/kontaktaufnahme#zeeg-kalender): 15 Minuten am Telefon, kostenfrei, wir schauen, wo du stehst
- [Beziehungscheck starten](https://michael-lahme.de/dein-beziehungscheck-interaktiv-funnel): 12 Impulsfragen, dein Ergebnis kommt per E-Mail
- [Beziehungs-Neustart](https://michael-lahme.de/beziehungs-neustart/): das Workbook für sieben Tage, in eurem Tempo
**Zum Thema dieser Folge**
- [Umgang mit unfreundlichen Menschen: der Artikel zur Folge](https://michael-lahme.de/umgang-mit-unfreundlichen-menschen)
- [Woher deine schnellen Reaktionen kommen](https://michael-lahme.de/reaktionsmuster-in-der-beziehung)
- [Wenn es online hart wird](https://michael-lahme.de/negative-kommentare-soziale-medien)
Michael Lahme · Psychologischer Berater und Beziehungsexperte · KPP-Mentoring® · Düsseldorf
Transkript anzeigen
00:00:02: Paar Post, inspirierende Beziehungsgeschichten.
00:00:05: Ein Podcast mit Michael Lame.
00:00:08: Hier hörst du echte Geschichten, ehrliche Gedanken und Impulse die Nähe neu erlebbar machen für deinen Alltag, deine Liebe und eure gemeinsame Zukunft.
00:00:23: Halb Acht beim Bäcker.
00:00:26: Du sagst Gute Morgen!
00:00:28: Und zurück kommt ein knappes.
00:00:30: Was soll's denn sein?
00:00:31: Und die Verkäuferin guckt einfach nur an dir vorbei.
00:00:37: Zwölf Stunden später fährst du dein Kind an, weil es noch eine Folge schauen möchte und du weißt dabei nicht einmal genau woher das jetzt kam?
00:00:48: Hallo!
00:00:49: Schön dass Du dabei bist.
00:00:50: heute geht es um Freundlichkeit, um den Umgang mit unfreundlichen Menschen und um die Frage was ein harter Ton in Dir auslöst nachdem der andere schon lange weitergegangen ist.
00:01:06: Ich fang mit etwas an, das du wahrscheinlich kennst.
00:01:12: Du hast das Gefühl die Leute werden rupiger im Straßenverkehr, an der Kasse gefühlt unter jedem zweiten Post in den Kommentaren irgendwelcher Reels oder Stories des Social-Medias.
00:01:27: Du bildest dir das nicht ein?
00:01:29: Im März, im Auftrag vom Bubble hat Hugov gut tausend Menschen in Deutschland befragt.
00:01:37: Neunfünfzig Prozent sagen, der Umgangston ist rauer als vor fünf Jahren.
00:01:43: Und einen Sechzig Prozent nennen den Straßenverkehr als den Ort an dem sie Unhöflichkeit am deutlichsten spüren.
00:01:53: Und jetzt kommt meine Lieblingszahl aus dieser Umfrage.
00:01:58: Fünfundachtzig Prozent halten sich selbst für höflich.
00:02:05: Cool!
00:02:07: Fast alle erleben die anderen als unfreundlich.
00:02:12: Kaum einer sich selbst... ist das widersprüchlich?
00:02:18: Es ist eher zutiefst menschlich, von innen fühlt sich ein harter Ton fast immer wie eine berechtigte Reaktion an.
00:02:25: Erst von außen sieht er aus wie Unfreundlichkeit.
00:02:31: Ich erzähl' dir mal wo ich das Gegenteil erlebe Wenn wir im Schwarzwald wandern Irgendwo zwischen Tannen und einem Bachlauf, weit weg von allem.
00:02:46: Da kommen dir Menschen entgegen und du grüßt.
00:02:49: Und fast immer kommt etwas zurück – ein Lächeln?
00:02:52: Ein Grüß Gott?
00:02:54: Manchmal bleibt jemand stehen und erzählt wie matschig der Weg davon ist.
00:03:01: Mit Wanderschwohnung und Rucksack sind wir offenbar deutlich netteren Menschen als im Düsseldorfer Feierabendverkehr.
00:03:09: Vielleicht arbeiten wir mal dran!
00:03:12: Was ich damit sagen möchte, Freundlichkeit steckt an… Und das ist mehr als ein schönes Gefühl.
00:03:18: Das ist erforscht!
00:03:21: Die beiden Wissenschaftler James Fowler und Nikolas Christakis haben im Jahr zwei Tausend Zehnern Experiment gemacht.
00:03:29: Menschen, denen jemand gegenüber großzügig war, hatten danach selbst Großzüge gehandelt – und zwar gegenüber völlig fremden die mit der ersten Begegnung gar nicht zu tun hatten.
00:03:42: Die Großzügigkeit eines einzelnen Menschen ist so weitergewandert... Über mehrere Stationen bis zu drei Schritte weiter.
00:03:53: Stell dir das mal vor, du lächelst am Morgen jemandem an und am Nachmittag profitiert davon ein Mensch den du nie kennenlernen wirst!
00:04:02: Ist es nicht ein wundervoller Gedanke?
00:04:05: Ich finde das cool... Doch leider funktioniert das andersrum genauso.
00:04:14: Der muffige Satz von morgen sucht sich auch seinen Weg Und meistens landet er nicht bei einem Fremden.
00:04:22: Er landet bei dir zu
00:04:24: Hause.".
00:04:27: Deshalb möchte ich heute mit dir anschauen, was in dir passiert wenn dich jemand unfreundlich begegnet?
00:04:32: Denn da fängt alles an!
00:04:38: Stell dir eine Szene vor.
00:04:43: Ein Kollege antwortet auf deine Frage mit einem Augenrollen oder die Lehrerin deines Sohnes sagt im Elterngespräch, Da hätten sie als Eltern aber früher reagieren können.
00:04:57: Was passiert in dir?
00:05:01: Bevor du überhaupt denkst, reagiert dein Körper.
00:05:04: Da ist so ein Kribbeln im Bauch Eine Hitze im Gesicht Ein Unwohlsein das du gar nicht richtig erklären kannst.
00:05:17: Und dann zack springt dein Kopf an und der redet schnell.
00:05:23: Wie ist er denn drauf?
00:05:24: was soll dass denn jetzt?
00:05:27: Wieso sind die so blöd zu mir?
00:05:31: Und fast gleichzeitig kommt eine zweite Stimme.
00:05:34: Leiser, gemeiner habe ich etwas falsch gemacht?
00:05:42: Die kennst du oder?
00:05:44: Das ist ein innerer Kritiker und der hat bei solchen Begegnungen ein ziemlich feines Gespür für seinen grandiosen Auftritt.
00:05:56: Innerhalb von Sekunden ist aus einem fremden Satz ein inneres Gericht geworden.
00:06:02: Der andere wird verurteilt – tu selbst gleich mit!
00:06:06: Und der Mensch, der den Satz gesagt hat, der steht längst im nächsten Laden.
00:06:14: In meiner Arbeit mit Paaren und mit Einzelpersonen gibt es eine Unterscheidung die an dieser Stelle unglaublich viel verändert.
00:06:22: Ich sage sie dir ganz langsam Was der andere sagt, hat mit ihm zu tun.
00:06:32: was ist in dir auslöst das hat mit dir zu tun.
00:06:40: Das klingt schlicht Aber es trennt zwei Dinge, die im Moment des Ärgers zu einem einzigen großen Knäuel verschmelzen.
00:06:51: Sein Ton gehört ihm!
00:06:54: Seine Laune, seinen Stress, sein schlechter Morgen – vielleicht sein Streit mit der eigenen Frau beim Frühstück?
00:07:00: Das alles bringt er mit.
00:07:03: Das hat er nicht bei dir abgegeben auch wenn es sich so anfühlt.
00:07:09: und das Gefühl dass in dir hochkommt...das gehört dir Und genau das ist die gute Nachricht.
00:07:16: Denn was dir gehört, damit kannst du etwas anfangen.
00:07:19: Jetzt fragst du dich vielleicht wieso trifft mich so ein Fremder so heftig?
00:07:30: Der kennt mich doch gar nicht!
00:07:34: Viele Menschen, die ich begleite beschreiben mir in solchen Momenten Gefühle, die viel größer sind als der Anlass.
00:07:41: Ablehnung Unsicherheit Scham Wut Und manchmal eine Traurigkeit, die so gar nicht zu einem unfreundlichen Kassierer passen will.
00:07:54: Diese Gefühle sind alte!
00:07:56: Sie kommen oft aus einer Zeit in der du klein warst, in der dich gegen einen harten Ton nicht wehren konntest – der generfte Blick der Mutter wenn du gestört hast… Der Vater, der am Abendbrotisch mit einem einzigen Satz alle zum Schweigen gebracht hat.
00:08:16: und das Kind von damals hat daraus etwas gelernt.
00:08:19: Wenn jemand so mit mir spricht, dann stimmt etwas mit mir nicht.
00:08:29: Heute stehst du als erwachsener Mensch an der Bäckerteke und trotzdem drückt der Ton von gegenüber genau auf diese alte Stelle.
00:08:41: Der Fremde wird zum Ausdöser – zum Träger wie es in der Psychologie heißt!
00:08:46: Er setzt von außen ein Reiz und in dir antwortet das Gefühl von damals.
00:08:52: Deshalb fühlte es sich so an, als hätte Dich der Andere angesteckt.
00:08:57: Als ging er es Dir jetzt Seidertwegen schlecht!
00:09:00: Dabei hat er nur angestoßen was in Dir schon bereit lag und Du gibst diesem alten Gefühl in dem Moment eine Bedeutung die es heute nicht mehr braucht.
00:09:14: Wenn Du tiefer verstehen möchtest wie solche Reaktionsmuster entstehen findest du in den Shownotes einen Artikel dazu.
00:09:24: Und jetzt kommen wir an den Punkt, der für mich der wichtigste in dieser ganzen Folge ist.
00:09:31: Wenn dieses unangenehme Gefühl hochkommt hast du zwei Wege!
00:09:36: Du kannst ihm folgen, ja die Gedankenkette weiter drehen, den anderen innerlich verurteilen und dich gleich mit also so wie bisher gewohnt.
00:09:47: aber da du diese Episode bis hier verfolgt hast könnte der zweite Weg interessanter sein Du wendest dich dir selbst zu.
00:09:57: Und du beginnst freundlich mit Dir selbst zu sein!
00:10:01: Ich weiß, das klingt erstmal ein bisschen weich in der Situation ist es aber ein ganz klarer fast handfester Schritt.
00:10:10: er beginnt damit dass du wahrnimmst was gerade passiert ohne es wegzudrücken ohne es gleich zu bewerten.
00:10:20: zwei drei tiefe ruhige Atemzüge und dann Ein kurzes Hineinlauschen.
00:10:41: Wo sitzt das Gefühl gerade?
00:10:45: Im Bauch, im Hals, in der Schulter oder im Rücken?
00:10:59: und was ist es?
00:11:01: Ärger, Scham oder Kränkung?
00:11:07: Allein das verändert schon etwas.
00:11:09: für diesen Moment bist du nicht mehr das Kind dass dem harten Ton ausgeliefert ist.
00:11:14: Du bist der Erwachsene der neben diesem kind steht und er sagt Hey, ich sehe dass dich das gerade erwischt hat.
00:11:22: Es ist in Ordnung!
00:11:26: Und dann kannst du dir innerlich einen Satz sagen der unglaublich viel Ruhe bringt.
00:11:32: Der andere hat bei mir gerade etwas angestoßen.
00:11:35: Das ist meins.
00:11:37: Ich kümmere mich darum.
00:11:39: Sein Ton jedoch, der bleibt bei ihm.
00:11:45: Ich möchte an dieser Stelle ehrlich mit ihr sein.
00:11:48: Freundlich mit ihr selbst zu sein bedeutet auch ehrlich hinzuschauen.
00:11:52: Manchmal steckt in einem unfreundlichen Satz ein wahrer Kern.
00:11:58: Du solltest mir doch bis zum Mittag die Listen für die Quartalsbewertung schicken, verdammt noch mal!
00:12:05: Vielleicht hast du dem Kollegen die Unterlagen ja wirklich zu spät geschickt?
00:12:10: Dann darfst du das anerkennen ohne dich deshalb kleinzumachen.
00:12:15: Der Ton war daneben der Inhalt hatte einen Punkt.
00:12:21: Beides darf nebeneinander stehen Und genau das ist der Unterschied zwischen Freundlichkeit mit dir selbst und einer Rüstung, an der einfach alles abprallt.
00:12:34: Man sagt ja auch so schön – man soll sich ein dickes Fell wachsen lassen!
00:12:40: Meiß ich nicht... Wenn du jetzt diesen Weg öfter gehst passiert mir der Zeit etwas Erstaunliches.
00:12:50: dein Unterbewusstsein lernt mit Die Gefühle kommen weiterhin aber sie verlieren.
00:12:56: an dieser Wucht Und aus dieser inneren Freundlichkeit wächst etwas, das du nach außen geben kannst.
00:13:05: Der Umgang mit unfreundlichen Menschen wird leichter weil du dich selbst schon versorgt hast bevor du antwortest.
00:13:14: und das Geschnarche was du die ganze Zeit hörst Das ist von unserer Joy.
00:13:21: Jetzt nehmen wir einen richtig harten Fall.
00:13:26: Jemand sagt zu dir Was bist Du denn für ein dummer Kerl?
00:13:37: Genau.
00:13:39: Selber blöd man, fertig geladen, Abzug gespannt, Abschuss!
00:13:47: Das ist menschlich und es führt ziemlich verlässlich dazu dass ihr beide lauter werdet und ein richtig krassen Konflikt austragt.
00:13:57: Jedoch gibt es da einen Ansatz den ich sehr schätze.
00:14:01: Der amerikanische Psychologe Marshall B. Rosenberg hat ihn gewaltfreie Kommunikation genannt.
00:14:08: Sein Gedanke ganz einfach ausgedrückt, hinter jedem Vorwurf steckt ein Bedürfnis das gerade zu kurz kommt.
00:14:17: Der Angriff ist nur die ungeschickte Verpackung und wenn du das im Hinterkopf hast kannst du den Satz innerlich übersetzen aus Du dummer Kerl wird.
00:14:30: ihm hat grade etwas an dem was ich getan habe missfallen.
00:14:35: Merkst du denn Unterschied?
00:14:37: Du nimmst die Bewertung deiner Person raus Und du behältst die Information.
00:14:43: Allein das fühlt sich in dir schon ganz anders an.
00:14:48: Manchmal kannst Du es sogar aussprechen, zum Beispiel so... Ich hab den Eindruck dich stört gerade richtig was am Meer!
00:14:57: Was ist das?
00:14:58: Magst Du mit mir drüber
00:14:59: reden?!
00:15:03: Der andere guckt dich dann vermutlich an wie eine Katze wenns Donat.
00:15:09: Damit hat er nicht gerechnet aber für einen Moment hält er inne und meistens kommt dann etwas ganz anderes raus.
00:15:17: Nee, du bist kein dumm Kopf!
00:15:19: Mich hat nur geärgert dass Du mir die Tür vor Deinem Hase zugemacht hast.
00:15:23: Simpel Und auf einmal redete ihr über eine Situation.
00:15:28: Eben ging es noch um Deinen Wert als Mensch.
00:15:31: Aus dem Angriff ist ein Anliegen geworden und über einen Anliegan könnt Ihr reden und dann eine Lösung finden.
00:15:43: Ein Wort der Vorsicht gehört aber dazu.
00:15:47: Dieser Haltung wirkt wenn sie echt ist.
00:15:51: Als auswendig gelernte Formel klingt sie schnell nach Lehrbuch, gerade in der Partnerschaft oder mit einem Kind in der Pubertät.
00:16:01: Wenn du da sagst ich nehme wahr dass du mir mitteilst Punkt Punkt Punkt Dann kommt das ganz schnell an wie Spott.
00:16:13: also nimm die Haltung mit und lass den Wort laut hier in der Episode.
00:16:17: deine eigenen Worte sind fast immer die besseren Aber versuch dich an meiner Formulierung zu orientieren.
00:16:25: Und noch etwas – das alles funktioniert am besten, wenn ihr euch gegenübersteht!
00:16:30: Im Internet fehlen Blick und Wohnfall und der andere kann jederzeit aussteigen.
00:16:36: Das ist eine eigene Geschichte und auch dazu findest du in Show-Nodes einen Artikel.
00:16:44: Zwei Dinge gehören für mich noch dazu.
00:16:47: Das erste ist Mitgefühl.
00:16:51: Wer unfreundlich ist, schleppt fast immer etwas mit sich herum.
00:16:55: Ein schlechter Morgen – eine Sorge!
00:16:58: Eine Kränkung die gar nicht dir galt.
00:17:03: Wenn du das im Blick behältst kannst du anders auf ihn zugehen.
00:17:07: Vielleicht mit einem Satz wie «Ich merke dass dich gerade irgendetwas umtreibt».
00:17:14: Magst Du kurz erzählen was los ist?
00:17:18: Sein Verhalten wird dadurch nicht besser Aber du öffnest einen Raum, in dem der andere wieder Mensch sein darf.
00:17:26: Das zweite ist eine klare Entscheidung!
00:17:31: In der Transaktionsanalyse mit der ich arbeite sprechen wir vom Erwachsene nicht – das ist der Teil in dir, der die Lage im Hier und Jetzt einschätzt.
00:17:41: Der inne hält und schaut was ist jetzt dran?
00:17:46: Und aus diesem Erwachsenenich heraus entscheidest Du.
00:17:50: Bleibst Du in der Situation und sucht das Gespräch oder sagst du, so lass ich nicht mit mir reden und gehst.
00:17:59: Beides ist in Ordnung und auch das Gehen kann respektvoll sein – freundlich sogar!
00:18:07: Ein ruhiges.
00:18:08: Ich merke, dass führt gerade zu nichts.
00:18:10: Lass uns bitte später weiterreden.
00:18:12: Das ist eine Grenze und zwar eine freundliche.
00:18:16: Und jetzt komme ich zu dem Ort an dem das alles am meisten zählt bei dir zu Hause.
00:18:24: Der harte Ton des Tages bleibt selten draußen.
00:18:27: Er kommt mit dir durch die Haustür, im Büro hast du geschluckt was dein Chef dir hingeworfen hat.
00:18:35: Im Stau hat einer hinter der gehubt als ging es um sein Leben.
00:18:40: Beim Elternabend hast Du höflich genickt obwohl in Dir alles gebrodelt hat und dann kommst Du heim und es reicht ein falsches Wort von Deinem Partner Und es bricht aus dir heraus.
00:18:58: Oder deine Tochter lässt die Jacke im Flur liegen und du hörst dich schimpfen in einem Ton, den du ganz genau kennst von deiner eigenen Mutter.
00:19:13: Hier siehst Du wie eng alles zusammenhängt.
00:19:16: Deshalb schaue ich in meiner Arbeit nie nur auf die Beziehung alleine.
00:19:20: Der Job Die Verantwortung als Führungskraft oder Unternehmer, der Druck als Mutter oder Vater.
00:19:26: Der Umgang in der Herkunftsfamilie – all das sitzt abends mit am Küchentisch!
00:19:33: Ja auch der Tonfall der Kassiererin im Supermarkt am Morgen und das Muster ist fast immer dasselbe.
00:19:42: Draußen bleiben wir beherrscht weil wir da was zu verlieren haben.
00:19:46: Da stimmt dann die Fassade nicht mehr, die wir gelernt haben aufrechtzwei.
00:19:51: Was mögen die anderen wohl über uns denken?
00:19:54: Doch drinnen lassen wir los, weil wir uns sicher fühlen.
00:19:58: Und außerdem ist das ja hinter der Fassade!
00:20:03: Dass die Menschen, die wir lieben, dann den Ton abkriegen, der dem Kollegen galt... Das ist nicht geplant.
00:20:13: Das passiert eher unbewusst aber es passiert.
00:20:20: Freundlichkeit in der Partnerschaft beginnt deshalb an genau derselben Stelle wie beim Bäcker oder eine Supermarkt bei dir.
00:20:32: Wenn du merkst, dass du gereizt nach Hause kommst dann darfst du das sagen.
00:20:37: Schatz ich hatte heute einen harten Tag.
00:20:40: gib mir bitte zehn Minuten da bin ich voll und ganz bei dir.
00:20:46: Dieser Einsatz verhindert mehr Streit als jeder gute Vorsatz.
00:20:50: Kleine Anmerkung es liegt auf der Hand Dass Du nach diesen zehn Minuten sich erden oder reflektieren tatsächlich auf dein Schatz zu gehst.
00:21:01: Doch was, wenn deinem Partner dich anfährt?
00:21:06: Dann erinnere dich an die Unterscheidung von vorhin.
00:21:09: Sein Ton gehört ihm.
00:21:12: Was ihr in dir auslöst, das gehört dir!
00:21:14: Vielleicht fragst du dann einfach...was ist heute passiert statt
00:21:21: zurückzuschießen?!
00:21:24: Du hast jemanden an deiner Seite der diesen Weg mit dir geht.
00:21:27: Manchmal braucht er nur einen Moment um wieder bei dir anzukommen und mit Kindern gilt es doppelt.
00:21:39: Kinder lernen den Umgang mit unfreundlichen Menschen zuallererst von dir.
00:21:44: Wenn sie erleben, wie du nach einem harten Satz kurz durchatmest statt zurückzuschlagen, dann nehmen Sie das Met in Ihr eigenes Leben.
00:21:56: Wahrscheinlich prägt sie das mehr als jeder Rat, den Du ihn je geben kannst!
00:22:04: Und wenn es Dir mal nicht gelingt?
00:22:08: Dann ist ein ehrliches Das war gerade nicht fair von mir – das bedauere ich eine der stärksten Lektionen, die ein Kind von seinen Eltern bekommen kann.
00:22:25: Was bleibt von heute?
00:22:28: Der Ton da draußen ist rauer geworden – ja!
00:22:31: Allein drehst du das nicht um, funktioniert nicht und trotzdem hast Du mehr Einfluss als es sich gerade anfühlt.
00:22:38: Der Umgang mit unfreundlichen Menschen beginnt in dem Moment indem Du merkst was Ihr Satz in Dir anstoßt und indem Du Dich dann Dir selbst zuwendest freundlich und ehrlich.
00:22:54: Daraus, aus dieser Freundlichkeit zu dir wächst etwas das weitergeht zum gegenüber dass plötzlich innehält, zu deinem Partner der abends ein anderen Menschen durch die Tür kommen sieht, zu deinen Kindern die von dir lernen wie es geht.
00:23:13: Freundlichkeit steckt an!
00:23:15: Du darfst mit ihr anfangen die du dir selbst schenkst.
00:23:22: Ich möchte dir eine Frage mitgeben Nimm sie mit in deine Woche.
00:23:30: Wie würde dein Abend aussehen, wenn du dir selbst so freundlich begegnest wie du es dir von anderen wünschst?
00:23:42: Wenn du beim Zuhören gemerkt hast dass bei euch zuhause der Ton öfter kippt als dir lieb ist dann lass uns sprechen!
00:23:48: In den Schaunots findest du den Link um deinen ersten Anruf bei mir zu buchen.
00:23:53: Fünfzehn Minuten am Telefon wir schauen gemeinsam wo du stehst.
00:23:56: er ist bereit für dich und er ist kostenfrei.
00:23:59: Pass auf dich auf und bleib dir selbst treu.
00:24:02: Bis zum nächsten Mal, ich freue mich auf Dich!
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