048 - Ich tu doch alles für sie: Wenn Nähe fehlt

Shownotes

Ich tue doch alles für sie

Er sitzt abends am Küchentisch, das Haus ist abbezahlt, der Urlaub gebucht. Und dann sagt sie im Vorbeigehen: „Du bist nie richtig da.“ In ihm kocht es hoch. Ich tue doch alles für sie. Diesen Satz höre ich von vielen Männern, und dahinter steckt fast immer eine viel ältere Geschichte.

In dieser Folge geht es um Männer, die Liebe über Leistung zeigen, und um den inneren Ankläger, der jeden Satz der Partnerin wie ein Zeugnis klingen lässt. (Und falls du beim Hören denkst: „Das bin ja ich.“ Willkommen im Club der Männer. Denn das betrifft unglaublich viele Jungs.)


**Das erwartet dich**


- Weshalb so viele Männer ihre Zuwendung über das zeigen, was sie schaffen, bezahlen und reparieren

- Der Kreislauf aus Nähe wünschen und Kritik hören

- Was die Partnerin meint, wenn sie sagt „Du bist nie da“, und weshalb beide denselben Hunger haben

- Wie Leistung als Sicherheit von den Großeltern über die Väter bis zu den Männern von heute weitergegeben wurde

- Antreiber wie „Streng dich an“ und „Sei perfekt“: was die Transaktionsanalyse nach Eric Berne und Taibi Kahler darunter versteht

- Die Geschichte eines Mannes am beruflichen Wendepunkt, der sich ausgerechnet an seiner schwächsten Stelle misst

- Weshalb Lebensübergänge wie die Übergabe der eigenen Firma den inneren Ankläger so laut machen

- Wie ein älterer griechischer Bekannter zum Wendepunkt wurde

- Der Blick von oben auf das eigene Muster und weshalb gelernte Mechanismen veränderbar sind

- Die Partnerin fragen, was ihr fehlt, und hinhören, ohne dich zu verteidigen


**Die Frage zum Mitnehmen**


Woran würdest du merken, dass du heute genug getan hast?


**Zum Weiterlesen**


- *Vom Drama zur Harmonie* von Michael Lahme: [Zum Buch](https://michael-lahme.de/beziehung-verstehen-buch)

- *Das Kind in dir muss Heimat finden* von Stefanie Stahl


**Dein nächster Schritt**


- [Ersten Anruf buchen](https://michael-lahme.de/kontaktaufnahme#zeeg-kalender): 15 Minuten am Telefon, kostenfrei, wir schauen, wo du stehst

- [Beziehungscheck starten](https://michael-lahme.de/dein-beziehungscheck-interaktiv-funnel): 12 Impulsfragen, dein Ergebnis kommt per E-Mail

- [Beziehungs-Neustart](https://michael-lahme.de/beziehungs-neustart/): das Workbook für sieben Tage, in eurem Tempo


**Zum Thema dieser Folge**


- [Wenn deine Partnerin nie zufrieden scheint](https://michael-lahme.de/partnerin-nie-zufrieden)

- [Woher alte Muster kommen](https://michael-lahme.de/verhaltensmuster-aus-der-kindheit)

- [Wenn Wertschätzung nicht ankommt](https://michael-lahme.de/wertschaetzung-in-beziehung)


Michael Lahme · Psychologischer Berater und Beziehungsexperte · KPP-Mentoring® · Düsseldorf

Transkript anzeigen

00:00:01: Paarpost inspirierender Beziehungsgeschichten, ein Podcast mit Michael Lame.

00:00:07: Hier hörst du echte Geschichten, ehrliche Gedanken und Impulse die Nähe neu erlebbar machen für deinen Alltag deine Liebe und eure gemeinsame Zukunft!

00:00:22: Er sitzt abends am Küchentisch das Haus ist abgezahlt und der Urlaub ist gebucht.

00:00:28: Und dann sagt sie so im Vorbeigehen Du bist nie richtig da Und in ihm kocht es hoch.

00:00:36: Ich tue doch alles für sie... Hallo, schön dass du dabei bist!

00:00:42: Heute geht es um diesen Einsatz den ich von so vielen Männern höre.

00:00:48: Ich tu doch alles und nie ist sie zufrieden.

00:00:54: Ich habe diesen Satz in den letzten Jahren unzählige Male gehört Von Unternehmern, von Führungskräften.

00:01:03: Von Männern die sich ein Leben aufgebaut haben auf das sie stolz sein könnten.

00:01:08: und Sie sagen Ihnen fast immer gleich Ein bisschen wütend!

00:01:12: Ein bisschen ratlos.

00:01:15: Und dann zählen Sie auf.

00:01:17: Ich habe das Geschäft hochgezogen ich hab die Wohnung umgebaut als das zweite Kind kam.

00:01:23: Ich fahre jeden Samstag die Kleine zum Turnier.

00:01:29: Irgendwie klingt das fast wie ein Plädoyer vor Gericht.

00:01:32: Und genau, dass ist es auch!

00:01:34: Da sitzt ein Mann der sich verteidigt und am Ende kommt die Frage was will sie denn noch?

00:01:45: Ich nehme diese Frage sehr ernst weil sie ehrlich ist.

00:01:49: Sie zeigt mir wie dieser Mann gelernt hat Liebe zu zeigen über das was er schafft Was er bezahlt und was er repariert.

00:02:01: Ein neues Dach kannst du anfassen.

00:02:03: Eine bezahlte Rechnung kannst Du abhacken, das ist sichtbar und messbar.

00:02:09: Seine Partnerin sieht das alles – und sie ist dankbar dafür!

00:02:14: Was ihr fehlt, ist jedoch etwas ganz anderes.

00:02:17: Ihr fehlt der Mann, der abends bei ihr ankommt, der zuhört und dabei ganz bei ihr ist.

00:02:26: Und hier beginnt der Kreislauf den ich so oft sehe.

00:02:30: Sie wünscht sich näher.

00:02:32: Er hört Kritik.

00:02:35: Er legt nach.

00:02:36: Noch mehr Arbeit, noch mehr Einsatz, noch erledigtes!

00:02:42: Sie fühlt sich noch weniger gesehen.

00:02:45: Er fühlt sie noch weniger gewürdigt.

00:02:50: Beide strengen sich an und beide sitzen am Ende allein mit ihrer Enttäuschung.

00:02:55: Ich möchte kurz die Seite wechseln, denn auch die Partnerin hat ihren Satz.

00:03:04: Der laute Satz, den sie der Freundin erzählt klingt so.

00:03:08: Er ist nie da!

00:03:09: Er arbeitet nur!

00:03:11: Doch darunter liegt ein leiser Satz.

00:03:14: Den sagt's die selten laut.

00:03:18: Bin ich ihm noch wichtig?

00:03:21: Oder bin ich nur noch einen Punkt auf seiner Liste?

00:03:26: Stell dir einen Sonntagabend vor.

00:03:28: Die Kinder sind im Bett Sie sitzt auf dem Sofa und erzählt von ihrer Woche.

00:03:34: Er sitzt daneben.

00:03:37: Er nickt und seinen Daumen scrollt durch die Mehl von morgen.

00:03:46: Eine neue Küche hilft ihr in diesem Moment wenig, was sie braucht sind seine Augen, seinen Blick, seinen Kontakt.

00:03:55: Aus meiner Arbeit mit Paaren kenne ich einen Satz den Frauen in dieser Lage oft sagen – in ganz verschiedenen Varianten.

00:04:04: Ich will ihn gar nicht ändern!

00:04:06: Ich möchte ihn neu widerspüren... Und jetzt kommt das, was mich an diesem Punkt immer wieder berührt.

00:04:15: Wenn du genau hinhörst, wünschen sich beide dasselbe – gesehen werden!

00:04:21: Er möchte gesehen werden für das,was er tut.

00:04:24: Sie möchte sehen werden für Das, was sie ist.

00:04:28: Zwei Menschen mit demselben Hunger und jeder hält dem anderen das falsche Brot hin.

00:04:36: Wenn ich mit einem Mann am diesen Punkt arbeite, schauen wir zurück… weit zurück... Ich habe da ein Bild im Kopf.

00:04:46: Ein Wohnzimmer vor vierzig, fünfzig Jahren.

00:04:50: Ein kleiner Junge bringt seinen Zeugnis nach Hause.

00:04:53: Lauter zweien und der Vater schaut drauf und sagt Wieso keine Eins?

00:05:03: Oder Der Junge hilft den ganzen Nachmittag in Garten Und abends wird über das gesprochen was liegen geblieben ist.

00:05:13: Das passiert eher unbewusst.

00:05:15: Die Eltern geben weiter was sie selbst erlebt haben.

00:05:19: Sie wollen, dass aus dem Jungen etwas wird.

00:05:21: Dass er groß wird und stark wird.

00:05:24: Das er in seinem Leben bestehen kann.

00:05:27: Aber der Junge zieht daraus einen Schluss.

00:05:31: Ich bin etwas wert wenn ich etwas leiste.

00:05:34: Und ich bin nie ganz fertig!

00:05:38: In der Transaktionsanalyse mit der ich arbeite nennen wir solche inneren Sätze antreibe.

00:05:43: Strenklich an.

00:05:44: Sei perfekt.

00:05:45: Das klingt erst mal nach Tugenden und ehrlich gesagt, beruflich haben diese Sätze vielen Männern enorm geholfen.

00:05:52: Wer so aufgewachsen ist, baut Firmen auf – hält durch wenn andere aufgeben!

00:05:59: Daneben gibt es noch drei weitere Antreiber.

00:06:01: Sei stark, mach es allen recht und beeil dich.

00:06:06: Gerade sei stark begegnet mir bei Männern sehr, sehr häufig.

00:06:13: Zeig keine Schwäche, macht die Dinge mit dir selbst aus.

00:06:18: Im Unternehmen wirkt das souverän – zu Hause wird es oft wie eine Wand!

00:06:25: Denn wer stark sein will, erzählt nicht dass ihm etwas Angst macht, dass der Druck im Job gerade riesig ist, dass er nachts wach liegt und die Partnerin spürt, da etwas ist und sie kommt dann nicht ran.

00:06:44: Und ich möchte noch einen Schritt weitergehen... Eine Generation weiter.

00:06:51: Viele Väter der heutigen Männer sind selbst bei Eltern aufgewachsen, die den Krieg oder die Nachkriegszeit erlebt haben.

00:06:59: In diesen Familien war Leistung Sicherheit.

00:07:02: Wer arbeitet hat einen Dach über dem Kopf.

00:07:05: Wer funktioniert kommt durch.

00:07:07: Über Gefühle wurde wenig gesprochen.

00:07:09: Dafür war schlicht kein Platz.

00:07:11: Der Großvater hat das an den Vater weitergegeben.

00:07:17: Keiner von ihnen hat das geplant.

00:07:20: und trotzdem sitzt dieser Satz heute bei dir am Küchentisch.

00:07:24: Du bist, was du leistest!

00:07:29: Hier sucht niemand einen Schuldigen.

00:07:32: hier zeigt sich eine Kette und eine Kätte hat Glieder die du dir anschauen kannst.

00:07:38: Der Preis zeigt sich zu Hause denn der Antreiber hat keinen Feierabend.

00:07:43: Er sitzt abends mit am Küchtetisch und er sorgt dafür, dass jeder Satz der Partnerin klingt wie ein Zeugnis auf dem schon wieder einer eins fehlt.

00:07:53: Ich möchte dir von einem Mann erzählen... ich nenne ihn hier Frank.

00:07:58: Name und Details sind verändert.

00:08:01: Frank hat viel aufgebaut!

00:08:03: Ein Unternehmen über Jahrzehnte eine Familie die gut versorgt ist und jetzt steht er an einem Wendepunkt.

00:08:11: Er gibt sein Lebenswerk in andere Hände und hat zum ersten Mal seit langer Zeit Raum für etwas Neues.

00:08:21: Jetzt könnte er sich darauf freuen, doch was macht er mit diesem Raum?

00:08:25: Er klagt sich an!

00:08:27: Er erzählt mir von all dem, was er nicht geschafft hat ganz oben seinen großer Wunsch eine Fremdsprache zu lernen.

00:08:37: Er nimmt es sich immer wieder vor und es wird nichts draus.

00:08:42: Mein innerer Schweinehund steht mir immer im Weg, sagt er.

00:08:45: Der lässt mich einfach

00:08:46: nicht.".

00:08:48: Ich habe ihn gefragt, wofür ist dein Kopf gebaut?

00:08:52: Und die Antwort kam schnell – Zahlen, Strukturen, Kalkulation.

00:08:56: Darauf hat er sein ganzes Unternehmen gebaut.

00:08:59: Sprachen war nie sein Heimspiel!

00:09:06: Und da liegt der Mechanismus….

00:09:09: Frank misst sich genau an der Stelle, an der er am schwächsten.

00:09:16: Er wünscht sich ausgerechnet das, was ihm am wenigsten liegt.

00:09:21: Er reicht es nicht und spricht sich dann dafür schuldig.

00:09:27: Jedes liegengebliebene Vokabelheft wird zum nächsten Beweisstück für seinen inneren Ankläger – und dieser Anklläger hat eine Stimme die Frank sehr bekannt vorkommt!

00:09:38: Sie klingt wie die Frage nach der fehlenden Eins.

00:09:45: Ich erlebe dass bei vielen Männern einen solchen übergehen wenn die Firma übergeben ist wenn die Kinder aus dem Haus sind, wenn die große Position wegfällt.

00:09:55: Jahrzehntelang war der Kalender voll.

00:09:59: Jede Woche hatte ein Ziel.

00:10:01: Jeder Tag hatte eine Aufgabe und plötzlich ist da Raum!

00:10:07: Viele Männer macht dieser Raum erst mal nervös, denn mit der Leistung fällt auch die alte Antwort auf die Frage weg – wer bin ich eigentlich?

00:10:16: Und was macht der innere Ankläger in dieser Lücke?

00:10:19: Naja er sucht sich neue Arbeit.

00:10:22: Er füllt den freien Raum mit allem, was noch nicht geschafft ist.

00:10:27: Bei Frank war das die Fremdsprache.

00:10:30: Bei anderen ist es der Marathon, den sie nie gelaufen sind – das Buch, dass Sie nie geschrieben haben oder die Ehe von der Sie plötzlich glauben, Sie hätten sie vernachlässigt!

00:10:42: Das Gute an solchen Wendepunkten?

00:10:44: Sie sind auch die Momente in denen sich am meisten bewegen lässt, weil das alte System gerade sowieso im Bewegung ist….

00:10:54: Vielleicht fragst du dich jetzt, was hat eine Fremdsprache mit meiner Beziehung zu tun?

00:11:01: Eine ganze Menge.

00:11:03: Ein Mann der sich selbst ständig anklagt hört Anklagen überall.

00:11:09: Sie sagt Du bist nie richtig da.

00:11:12: Bei ihm kommt an Du hast versagt!

00:11:17: Sie sagt Ich wünsche mir mehr Zeit mit dir.

00:11:21: Was hört er?

00:11:23: Was du leistest reicht nicht.

00:11:28: Ihr Satz trifft auf ein Urteil, das schon lange vor ihr in ihm gesprochen wurde.

00:11:34: Und dann verteidigt er sie oder er zieht sich zurück in die Arbeit, in die Garage ins Handy.

00:11:42: und falls du gerade beim Zuhören gedacht hast Moment!

00:11:47: Das bin ja ich.

00:11:49: willkommen im Club der Männer denn das betrifft unglaublich viele Jungs.

00:11:56: Ich erlebe in diesen Momenten oft zwei Menschen die beide im Recht sind.

00:12:01: Er tut wirklich viel, sie vermisst wirklich etwas.

00:12:04: Die Frage ist nur wer spricht da gerade?

00:12:09: Der Mann der du heute bist oder der Junge der immer noch auf das Lob wartet, dass nie kam!

00:12:19: Mit Frank habe ich an diesem Punkt etwas gemacht, was ihm erstmal völlig fremd war.

00:12:24: Ich habe ihn eingeladen mir zu erzählen worauf er stolz ist Auf das was er geschafft hat.

00:12:33: die Liste mit dem was fehlt durfte für diese Stunde liegen bleiben.

00:12:39: Das fiel ihm schwer, denn Männer wie Frank können stundenlang über Fehler sprechen.

00:12:47: Über Erfolge reden sie in Nebensätzen und meistens kommt sofort ein Aber hinterher.

00:12:57: Also haben wir langsam angefangen bei den Anfängen seines Unternehmens bei den Menschen, die ihm über Jahrzehnte vertraut haben.

00:13:05: Bei der Familie, die er versorgt hat und irgendwann hat Frank aufgehört sich zu verteidigen.

00:13:11: Er einfach erzählt Und da war etwas in seiner Stimme das ich vorher nicht gehört hatte stolz leise ein bisschen ungeübt aber echt.

00:13:29: und Ich möchte dir an dieser stelle eine frage mitgeben für dich.

00:13:36: Du kannst sie jetzt beantworten oder heute Abend, wenn es still ist.

00:13:41: Wann hast du zuletzt Einsatz über dich zu Ende gesagt ohne ein Aber dranzuhängen?

00:13:55: Ich habe das gut gemacht.

00:13:58: Punkt!

00:13:59: Kein... aber das hätte noch besser sein können.

00:14:02: Kein ... aber das war ja auch nicht so schwer und wenn dir dazu nichts einfällt dann zeigt ihr das nur, wie laut dein Ankläger gerade ist.

00:14:15: Und dann kam die Fremdsprache noch einmal auf den Tisch – diesmal mit einem anderen Blick!

00:14:20: In Franks Bekanntenkreis gibt es einen älteren Griechen.

00:14:24: Der hat ihm schon öfter bei Arbeiten in der Wohnung geholfen und griechisch ist genau die Sprache, die Frank so gerne lernen möchte.

00:14:31: Ich habe ihn nahegelegt sich diesem Mann anzuvertrauen eben zu erzählen ich möchte deine Muttersprache lernen und ich tu mich unglaublich schwer mit dem anfängen.

00:14:43: Gesagt war das schnell.

00:14:44: Getan hat Frankes vier Wochen später, nach Langem hin und her im Kopf Und siehe da?

00:14:52: Der Bekannte hat sich riesig gefreut.

00:14:55: Seitdem kommt Frank ganz langsam in Situationen in denen er sich mit der neuen Sprache beschäftigt In kleinen Bereichen, in seinem Tempo Mit einem Menschen der sich über jeden Versuch freut.

00:15:06: Und hier zeigt sich etwas Das mir immer wieder begegnet Sobald wir die Perspektive ein kleines bisschen verändern, sobald wer gedanklich eine Etage höher gehen und gemeinsam von oben auf das eigene Muster schauen statt mitten drin zu stecken wird sichtbar.

00:15:25: Die Mechanismen, die du als Kind gelernt hast sind veränderbar auch wenn sie dich ein ganzes Leben begleitet haben.

00:15:35: Ob Frankie Friesenkrieche spricht?

00:15:38: Die Frage ist offen.

00:15:40: Wichtig ist doch er hat angefangen Mit dem was jetzt geht ohne sich anzuklagen.

00:15:48: Und damit sind wir bei dem Schritt, der vielen Männern am meisten Respekt einflößt – die eigene Partnerin fragen was ihr fehlt und dann zuhören!

00:16:00: Für einen Mann mit einem lauten inneren Ankläger fühlt sich das an als würde er freiwillig die Anklageschrift anfordern.

00:16:07: Er hat die Verteidigung schon im Kopf bevor sie den ersten Satz zur Ende gesprochen hat.

00:16:12: Was sich verändert wenn du ihre Rückmeldung bewusst einforderst?

00:16:16: Ihr redet nicht mehr zwischen Tür und Angel, wie wenn beide müde sind.

00:16:20: Du sagst sinngemäß ich möchte verstehen was dir fehlt.

00:16:25: Erzähl es mir!

00:16:27: Und dann hörst du hin ohne gleich zu antworten.

00:16:31: Oft kommt dabei etwas heraus das Männer überrascht.

00:16:34: sie will gar nicht mehr Sie möchte etwas anderes Zehn Minuten in denen du ganz bei ihr bist eine Frage nach ihrem Tag die nicht nach Pflichtprogramm klingt.

00:16:52: Stell dir zwei Versionen des selben Abends vor.

00:16:59: Version eins, sie sagt ich fühle mich mit den Kindern oft allein und er antwortet sofort Ich arbeite doch für uns alle.

00:17:08: Was soll ich denn noch machen?

00:17:11: Und schon sind beide in ihrem Schützengräben.

00:17:14: Er fühlt sich nicht gehört Sie fühlt es sich angegriffen.

00:17:17: Der Abend ist gelaufen.

00:17:20: Version zwei, sie sagt denselben Satz Und er atmet einmal tief durch und sagt, erzähl mir mehr.

00:17:33: Wann fühlst du dich so?

00:17:38: Und dann kommt vielleicht etwas ganz anderes heraus.

00:17:40: Vielleicht sagt sie ich will gar nicht dass du weniger arbeitest.

00:17:44: Ich wünsche mir nur das du abends fragst wie es mir geht.

00:17:49: Das ist derselbe Satz von ihr Der selbe Mann Nur eine andere Stimme die antwortet.

00:17:56: In Version eins spricht der Ankläger In Version zwei spricht der Mann, der du heute bist.

00:18:05: Wie Du von Version eins zu Version zwei kommst ist bei jedem paar anders – das schauen wir uns in der Begleitung gemeinsam an ganz konkret an Euren Abenden!

00:18:15: Du hast jemanden an Deiner Seite, der Dir sagen kann was ankommt.

00:18:19: Diese Rückmeldung ist ein Geschenk sobald Du sie nicht mehr als Urteil hast.

00:18:27: Ich schaue in meinen Gesprächen nie nur auf die Beziehungen.

00:18:30: ich schau auf alles was die beiden betrifft Den Job, die Führungsrolle.

00:18:35: Die Kinder!

00:18:36: Die eigenen Eltern?

00:18:37: Die Spiegeleltern... All das wirkt hinein in das was ihr als Paar erlebt.

00:18:44: Ein Beispiel dass ich oft sehe Im Job bist du der der Probleme löst.

00:18:49: Jemand kommt mit einer Frage und Du hast nach drei Minuten zack eine Antwort.

00:18:53: Dafür wirst Du bezahlt dafür wirst du geschätzt Und dann kommst Du nach Hause.

00:18:59: Deine Partnerin erzählt von einem Streit mit ihrer Mutter und Du machst das was du am besten kannst.

00:19:05: Du lieferst eine

00:19:06: Lösung.".

00:19:08: Nur, eine Lösung hat sie gar nicht gesucht!

00:19:14: Sie wollte jemanden der mit ihr am Tisch sitzt und sagt, das klingt anstrengend.

00:19:21: Das Werkzeug, dass dich im Büro stark macht passt zu Hause nicht immer.

00:19:27: Und genau deshalb schaue ich mir beides an – das Büro- und den Küchentisch.

00:19:32: Bei Männern wie Frank wird das besonders deutlich.

00:19:35: Der Anteil, bei der ihm im Unternehmen nach vorne gebracht hat ist derselbe, der ihn zu Hause unruhig macht und die Stimme, die damals nach der fehlenden Eins gefragt hat spricht heute vielleicht in der Art, wie er mit seinen eigenen Kindern redet.

00:19:52: Wenn wir verstehen, wie dein Arbeitsleben deine Herkunftsfamilie und eine Beziehung zusammenhängen verändert sich etwas in allen drei Stellen.

00:20:04: Ich bin Michael Lame, psychologischer Berater und Beziehungsexperte in Düsseldorf.

00:20:09: Und wenn du dich in dieser Folge wiedergefunden hast dann lass uns sprechen!

00:20:13: Buch dir einen ersten Anruf bei mir – fünfzehn Minuten am Telefon kostenfrei.

00:20:18: Wir schauen gemeinsam wo du stehst.

00:20:20: Der Link steht in den Show Notes Und eine Frage gebe ich Dir noch mit für heute Abend Woran würdest Du merken dass Du heute genug getan hast?

00:20:35: Schau hin was Du geschafft hast Und bleib dir selbst treu!

00:20:38: Ich freue mich auf dich in der nächsten Episode.

00:20:45: Das war die paar Posts inspirierender Beziehungsgeschichten, mein Name ist Michael Arme.

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