043 - Wenn die Zweifel lauter sind als dein Wissen
Shownotes
Kennst du diese Stimme, die dich bremst – obwohl du längst weißt, was du sagen oder tun willst?
In dieser Folge spreche ich darüber, wie laute Zweifel oft lauter sind als unser echtes Wissen. Ich zeige dir, wie alte Sätze aus der Kindheit noch heute zwischen uns und unseren Partnern stehen und warum sie uns oft daran hindern, Nähe zuzulassen. Mit echten Geschichten aus meiner Arbeit als Paarberater lade ich dich ein, den Ursprung deiner inneren Stimmen zu erforschen und zu hinterfragen: Wem gehört dieser Satz eigentlich? Entdecke, wie du alte Muster erkennst und einen neuen, ehrlichen Weg zu mehr Verbindung gehst. ─────────────────────────────
ZUM WEITERLESEN Michael Lahme · Vom Drama zur Harmonie: Mit emotionaler Intelligenz zu erfüllten Partnerschaften ISBN 979-8317304089
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Michael Lahme Psychologischer Berater und Beziehungsexperte KPP-Mentoring® · Düsseldorf https://michael-lahme.de
Transkript anzeigen
00:00:01: Paar Post, inspirierende Beziehungsgeschichten.
00:00:04: Ein Podcast mit Michael Lame.
00:00:07: Hier hörst du echte Geschichten, ehrliche Gedanken und Impulse die Nähe neu erlebbar machen für deinen Alltag deine Liebe und eure gemeinsame Zukunft.
00:00:23: Du stehst vor etwas das du kannst!
00:00:25: Du hast es zwanzig mal gemacht.
00:00:27: dein Kopf weiß wie das geht Deine Hände wissen wir auch.
00:00:31: Und trotzdem meldet sich diese eine Stimme.
00:00:33: – Das schaffst du nicht!
00:00:36: – Hey, das geht schief!
00:00:39: Da hört dir sowieso keiner zu!
00:00:43: Sie ist schnell, sie ist laut und klingt jedes Mal als hätte sie recht.
00:00:50: Die andere Stimme, die tatsächlich etwas weiß, äußpert sich nur, sagt Leise… Doch kannst du?
00:01:04: Vor zwei Wochen ging es hier um das Schweigen, dass ihr geerbt habt.
00:01:08: Heute geht es um die Stimme, die dafür sorgt, dass es Schweigen bleibt.
00:01:13: Hallo schön, dass du wieder dabei bist!
00:01:16: Heute geht's um die Zweifel, die lauter sind als dein Wissen und darum was sie mit dir machen wenn du abends neben einem Menschen sitzt den du liebst.
00:01:28: Ich fange mit dem an was mir aus meiner Arbeit mit Paaren am häufigsten begegnet ohne dass es je genannt wird Da sitzt jemand mir gegenüber und beschreibt eine Situation, einer Auseinandersetzung.
00:01:41: Ein Schweigen!
00:01:42: Ein Abend der schief gelaufen ist Und irgendwann sage ich Du wusstest in dem Moment genau was du sagen wolltest oder?
00:01:53: Und die Person nickt sofort ohne Nachdenken.
00:01:58: Sie wusste es.
00:01:59: Der Satz war da Fertig formuliert Er lag förmlich auf der Zunge Doch er ist ja nicht rausgekommen.
00:02:07: Was dazwischen stand, war keine Unsicherheit im Sinne von Annungslosigkeit.
00:02:12: Da war Wissen und darüber lag etwas Lauteres.
00:02:19: Unser Gehirn hat eine Eigenart die im Alltag ziemlich unpraktisch ist Es verwechselt Lautstärke mit Wahrheit.
00:02:29: In dir arbeitet ein Erzähler.
00:02:32: Der ist schnell Der ist bildstark und er hat aus jeder alten Erfahrung eine fertige Geschichte gebaut, die er sofort abrufen kann.
00:02:41: Beweise braucht der keine.
00:02:44: Ein Stichwort reicht ihm und die Geschichte läuft.
00:02:47: Zack!
00:02:49: Was schnell kommt und mehr Nachdruck kommt fühlt sich richtiger an als das was leise und langsam kommt.
00:03:04: ist dein Erzähler.
00:03:07: Der Teil in dir, der jedoch tatsächlich etwas weiß – das ist der Langsame!
00:03:14: Der prüft erst was hier gerade wirklich passiert.
00:03:18: Er drängt sich nicht auf….
00:03:19: nein … er sagt einmal, was er zu sagen hat und wartet dann höflich ob er gehört wird.
00:03:27: Und genau da entsteht das Missverständnis.
00:03:30: Zwei Stimmen ungleich verteilte Lautstärke und du hältst die lauterer für die klügeren.
00:03:39: Fast wie im richtigen Leben, der lauteste in einer Runde hat selten die beste Idee!
00:03:45: In deinem Kopf ist das ähnlich... Aber gut, das ist ein anderes Thema.
00:03:52: Jetzt wird es nämlich interessant denn diese laute Stimme spricht selten in deinen eigenen Worten.
00:04:00: Hör mal genau hin, wenn sie sich das nächste Mal meldet.
00:04:04: Achte auf die Formulierung – auf den Tonfall!
00:04:07: Auf das kleine bisschen Ungeduld darin.
00:04:11: Das kriegst du wieder nicht hin.
00:04:13: Mach dich doch nicht lächerlich.
00:04:15: Das interessiert doch keine Socke.
00:04:18: Ach stell dich doch jetzt nicht so an.
00:04:24: Puh….
00:04:25: das sind keine Sätze, die ein erwachsener Mensch sich selbst ausdenkt.
00:04:29: Das sind Sätze ,die irgendwann jemand gesagt hat oder nicht gesagt hat und du hast sie trotzdem gehört, im Blick, im Weggehen in der Art wie es still wurde als du etwas erzählt hast.
00:04:44: Also deine Interpretation aus erlebten Situationen.
00:04:50: Aus meiner langjährigen Arbeit mit Paaren weiß ich fast jeder trägt so einen geliehenen Satz mit sich herum Und fast keiner hat ihn je zurückgegeben.
00:05:02: Bei einem Mann war es der Satz seines Vaters an Küchentisch.
00:05:06: Rät nicht so viel!
00:05:10: Vierzig Jahre später sitzt dieser Mann neben seiner Frau, sie fragt ihn was los ist und in ihm meldet sich eine Stimme die klingt wie sein Vater er sagt nichts und meint damit.
00:05:25: ich habe gelernt dass das besser ist den Mund zu halten.
00:05:32: bei einer Frau war es nie ein Satz.
00:05:35: Es war eine Mutter, die jedes Mal das Thema wechselte wenn es um Gefühle ging.
00:05:40: Kein böses Wort!
00:05:42: Kein lauter Ton – nur ein sanftes Vorbeigehen an allem was wehtat.
00:05:48: Das Kind lernt daraus etwas sehr Klares.
00:05:52: Was ich fühle ist zu viel und dieses Kind sitzt heute im Wohnzimmer und schluckt den Satz runter der alles verändern könnte.
00:06:02: Die Kette läuft weiter zurück.
00:06:05: Die Mutter hat das von ihrer Mutter, die in einer Zeit groß wurde, in der für Gefühle schlicht keinen Platz war.
00:06:12: Der Vater hat es vom seinem Vater.
00:06:15: Dem als Junge beigebracht wurde dass Männer nicht reden sondern funktionieren und gefälligst stark sein müssen.
00:06:24: Das alles passiert nicht geplant.
00:06:27: Niemand setzt sich hin und beschließt dem eigenen Kind einen Zweifel mitzugeben.
00:06:33: Der ist dreißig Jahre später ausbremst.
00:06:35: Das passiert, weil es dem der uns großgezogen hat auch niemand anders vorgemacht hat.
00:06:43: Und wenn du das einmal siehst verändert sich etwas an der Stimme in deinem Kopf.
00:06:50: Sie hört nicht aufzusprechen nein aber sie verliert ihre Autorität.
00:06:58: Ich will die Zweifel nicht kleinreden.
00:07:01: Sie sind kein Fehler in dir.
00:07:04: Sie hatten mal einen Job.
00:07:05: Ein Kind das gelernt hat dass ist Ärger gibt, wenn es zu laut ist.
00:07:10: Entwickelt eine innere Instanz die vorher prüft?
00:07:15: Ist das jetzt zu laut?
00:07:18: Diese Instanz hat funktioniert!
00:07:20: Sie hatte ich durch eine Kindheit gebracht in der Vorsicht klüger war als Offenheit.
00:07:28: Ein Kind das erlebt hat dass Begeisterung belächelt wird baut sich einen Vorabfilter.
00:07:36: Erst mal klein halten dann kann es nicht enttäuschen.
00:07:40: Auch das hat funktioniert.
00:07:42: Es hat dich vor dem Gefühl geschützt, dumm darzustellen!
00:07:47: Der Zweifel war ein Schutz – er ist entstanden damit du nicht wieder in dieselbe Sache reinlöst.
00:07:53: Das Problem ist ausschließlich seine Arbeitszeit.
00:07:57: Er hat nie Feierabend bekommen.
00:07:59: Er arbeitet weiter mit denselben Regeln aus derselben Zeit obwohl Du längst woanders lebst Mit anderen Menschen unter anderen Bedingungen.
00:08:12: Weil er so lange dabei ist, fühlt er sich an wie du.
00:08:16: Er fühlt sich an... ...wie Charakter!
00:08:19: Wie Realismus?
00:08:21: Wie
00:08:21: Vernunft?!
00:08:23: Doch er ist keins davon.
00:08:26: Er ist ein alter Kollege der immer noch mit den Formularen von malzehnhundertsiebenachzig arbeitet.
00:08:33: Und ja ich sitz hier vor dem Mikrofon und dieselbe Stimme fragt mich gerade ob das überhaupt jemand hören will.
00:08:41: Willkommen im Club Aber ich mach trotzdem weiter.
00:08:45: Bäh!
00:08:47: Bis hierhin klingt das nach einem Thema, dass du mit dir alleine ausmachst – es ist aber nicht.
00:08:52: Es sitzt mitten in eurer Beziehung.
00:08:55: Ich beschreibe dir ein Abend wie ich ihn hunderte Male geschildert bekommen habe.
00:09:01: Sie sitzt neben ihm auf dem Sofa.
00:09:04: Der Fernseher läuft erst kräut neben Herr Duist-Henly.
00:09:08: Sie spürt etwas Konkretes eine Sehnsucht, ihm nah zu sein… Und gleichzeitig dieses Alleinsein, das sich ausgerechnet neben ihm am Schärfsten anfühlt.
00:09:22: Sie weiß was sie sagen möchte – der Satz ist da!
00:09:26: Ich vermisse dich obwohl du hier
00:09:27: bist.".
00:09:30: In derselben Sekunde meldet sich die laute Stimme.
00:09:33: jetzt fangen nicht damit an….
00:09:35: Er isst müde... Das gibt wieder eine Diskussion.. Das interessiert ihn eh nicht….
00:09:42: Das was sie sagt ist … Alles gut.
00:09:47: Er hört alles gut Und glaubt es, deshalb sollte er auch nicht.
00:09:53: Sie hat das ja gesagt.
00:09:57: Ein Meter fünfzig Sofa zwei Menschen und zwischen ihnen einen Satz der nie den Raum betreten hat.
00:10:04: Ihr Wissen war da!
00:10:06: Es hatte nur den Wettbewerb gegen die Lautstärke verloren.
00:10:10: Und weißt du was auf seiner Seite passiert?
00:10:14: Bei ihm sitzt eine ganz ähnliche Stimme Die sagt frag lieber nicht nach.
00:10:21: Wenn sie was hätte, würde sie es sagen.
00:10:23: Du machst das sowieso falsch!
00:10:28: Zwei Menschen – jeder mit einem geabten Satz im Ohr.
00:10:31: Jeder überzeugt, dass der andere kein Interess hat.
00:10:34: Beide warten auf ein Zeichen vom anderen, das aus demselben Grund natürlich nicht kommt.
00:10:42: Das ist der Punkt an dem Paare Jahre verlieren.
00:10:46: Ohne Streit, ohne Drama, ohne dass irgendetwas Schlimmes passiert.
00:10:53: Der Abstand?
00:10:54: wächst aus lauter ungesagten Sätzen, die beide kannten.
00:11:00: Es gibt einen ziemlich verlässlichen Unterschied zwischen den beiden Stimmen und der liegt in der Sprache.
00:11:08: Der Zweifel redet in absoluten nie immer sowieso.
00:11:15: keiner erkennt keine Ausnahmen keine Nuancen keine Zeitangaben.
00:11:22: Er behauptet Dinge über die Zukunft als hätte er sie gesehen.
00:11:28: Dein Wissen redet konkret.
00:11:31: Es sagt in dieser Situation gestern Abend, da war das so.
00:11:38: es bezieht sich auf etwas dass tatsächlich stattgefunden hat.
00:11:42: es kann Beispiele nennen.
00:11:43: es kann auch mal sagen ich bin nicht sicher.
00:11:48: wenn du das nächste Mal einen dieser Sätze in dir hörst prüfe ihn an dieser Stelle frag woher weiß ich das?
00:11:57: und dann warte auf die Antwort.
00:12:04: Das interessiert ihn nicht.
00:12:07: Woher weiß ich das?
00:12:09: Hat er das gesagt?
00:12:11: Wann war das dann zuletzt?
00:12:15: Ich kriege das nicht hin!
00:12:19: Woher weiss ich
00:12:19: das?!
00:12:21: Was ist das letzte mal passiert, als ich es versucht habe?
00:12:27: In den allermeisten Fällen kommt keine Antwort... ...weil es kein Wissen ist.
00:12:32: Es ist eine Gewohnheit die sich als Wissen verkleidet hat.
00:12:36: Und wenn doch einer Antwort kommt Wenn du sagst Vor drei Wochen hat er genau das abgewährt.
00:12:43: Dann hast du etwas echtes in der Hand, damit lässt sich arbeiten!
00:12:48: Ein konkretes Erlebnis kannst Du ansprechen.
00:12:51: Eine diffuse Befürchtung kannst Du nur mit Dir rumtragen.
00:12:57: Zwischen dem Moment, indem die Stimme sich meldet und dem Moment in dem Du reagierst liegt ein Raum.
00:13:05: Er ist schmal.
00:13:06: Bei den meisten Menschen dauert er dem Bruchteil einer Sekunde.
00:13:11: In diesem Raum entscheidet sich alles.
00:13:15: Solange du diesen Raum nicht bemerkst, gibt es keine Entscheidung.
00:13:19: Da ist der Reiz und da ist die Reaktion.
00:13:22: Und sie kleben aneinander wie zwei Seiten desselben Blattes.
00:13:27: Der Zweifel meldet sich und du sagst Alles gut!
00:13:31: Und dir kommt das vor als hättest sogar keine Wahl gehabt.
00:13:35: Sobald du jedoch den Raum bemerkt, ändert sich die Lage.
00:13:39: Du hörst den Satz?
00:13:40: Du erkennst ihn Und vielleicht denkst du sogar, ach du bist es wieder.
00:13:48: Guten Tag!
00:13:50: Der Satz verschwindet dadurch nicht.
00:13:53: Er wird auch nicht leiser er wird nur zu etwas das Du hörst statt so etwas dass Du bist.
00:14:01: Ich habe erlebt wie eine Frau in genau diesem Moment angefangen hat zu lachen.
00:14:07: sie saß da und sagte Das ist meine Mutter Wortwörtlich bis auf die Betonung Und danach konnte sie den Satz zwar noch hören, aber sie musste ihm nicht mehr folgen.
00:14:19: Er gehörte jemand anderem.
00:14:21: Diese Trennung ist Arbeit!
00:14:23: Sie passiert nicht an einem Nachmittag und auch nicht nach diesem Podcast... ...und sie hält am Anfang auch nicht lange.
00:14:30: Der alte Weg ist breit ausgetreten.
00:14:34: Ist wie so eine breite gut asphaltierte Autobahn sogar.
00:14:39: Der Neue das ist ein Trampelfahrt.
00:14:42: Es dauert bis der Trampelfahrt tragfähig wird bis das der soweit ausgebreitet ist, dass du ohne Blessuren dadurch kannst.
00:14:51: Aber es lohnt sich diesem Trampelfahrt zu folgen!
00:14:57: Doch jetzt zudem was sich zwischen euch verändert wenn einer von beiden es einmal schafft Einmal durch diesen Trampelfahrt durch ist.
00:15:08: Ich habe mal ein paar begleitet.
00:15:09: sie waren verheiratet seit siebzehn Jahren zwei Kinder beide berufstätig beide total erschöpft.
00:15:16: Ihre Beschreibung?
00:15:18: Wir streiten über Kleinigkeiten Wer den Müll rausbringt, wer den Zahnarzttermin macht, wer wieder zu spät gekommen ist.
00:15:25: Der Satz darunter war ein anderer.
00:15:28: Sie hat ihn in der vierten Sitzung ausgesprochen und sie hat gezettert dabei.
00:15:35: Ich habe Angst, dass ich dir egal geworden
00:15:38: bin.".
00:15:41: Diesen Satz hatte sie siebzehn Jahre mit sich rumgetragen.
00:15:45: Sie kannte ihn genau!
00:15:46: Sie hätte ihn jederzeit sagen können – und jedes Mal hat eine Stimme in ihr gesagt….
00:15:52: Dann macht er dich fertig.
00:15:54: Dann sagt er, du bist zu bedürftig.
00:15:56: Dann bekommst du diesen Blick wieder!
00:16:01: Sie hat ihn ausgesprochen und ihr Mann ist still geworden.
00:16:06: Ziemlich lange sogar... Und dann hat der gesagt Ich dachte ich bin dir egal.
00:16:18: Beide hatten dasselbe Wissen beide hatten dieselbe Stimme davor und beide haben siebzehn Jahre lang auf ein Zeichen gewartet das der andere aus demselben Grund nicht geben konnte.
00:16:32: Was danach kam, war keine Erlösung.
00:16:35: Sie haben in den Wochen darauf ziemlich viel geweint und einiges an Wut aufgemacht die lange Festgesessen hatte – es war keine leichte Zeit!
00:16:43: Aber sie haben in diesen Wochen zum ersten Mal seit Jahren wieder über etwas gesprochen das Stimmte Ich gebe dir keine Übung mit fünf Schritten.
00:16:54: solche Listen fallen nach drei Tagen auseinander und du hast noch einen Vorhaben mehr dass nicht geklappt hat.
00:17:00: was ich dir mitgeben möchte ist eine einzige Frage.
00:17:03: Sie kostet dich vier Sekunden und du kannst sie überall stellen.
00:17:09: Wem gehört dieser Satz?
00:17:12: Das ist alles!
00:17:14: Wenn die laute Stimme sich meldet, stellt diese Frage – WEM Gehört Dieser
00:17:18: Satz?!
00:17:21: Nicht um die Stimme zu bekämpfen nur um zu hören, wessen Tonfall da eigentlich spricht.
00:17:29: Manchmal wirst Du niemanden finden.
00:17:31: dann lass es.
00:17:33: Manchmal steht plötzlich ein Gesicht im Raum oder ein Küchentisch, ein Wohnzimmer aus deiner Kindheit und in dem Moment weißt du der Satz ist alt.
00:17:44: Er handelt nicht von deinem Partner, er handelt auch nicht von heute Abend Und wenn Du magst geh einen halben Schritt weiter.
00:17:53: Erzähl Deinem Partner oder Deiner Partnerin davon.
00:17:55: Nicht als Vorwurf, nicht als Ankündigung einer Grundsatzdebatte Als etwas das Du über Dich herausgefunden hast zum Beispiel.
00:18:06: Ich merke, dass ich manchmal was nicht sage.
00:18:09: Weil ich glaube es interessiert dich nicht und ich glaube das hat wenig mit dir zu tun.
00:18:17: Solche Sätze verändern die Statik zwischen zwei Menschen mehr als jede Diskussion über Zuständigkeiten weil sie eine Tür öffnen statt einer Rechnung aufzumachen.
00:18:28: Und ein Letztes das mir wichtig ist Du hast diesen Satz nicht ausgesucht.
00:18:35: du hast ihn übernommen In einem Alter, in dem du keine Wahl hattest.
00:18:42: Sei ein bisschen nachsichtig mit der Stimme!
00:18:44: Sie hat ihren Job ernst genommen.
00:18:47: Sie ist nur überfällig für den Ruhrstand.
00:18:53: Deine Zweifel werden nicht verschwinden.
00:18:57: Meine sind auch noch da... sie melden sich vor jeder Aufnahme, vor jedem neuen Text, den ich schreibe, manchmal vor einem Gespräch mit einem Paar das ich seit Jahren begleite.
00:19:09: Was ich aber ändern kann, ist ihr Rang Ob Sie das letzte Wort haben oder nur eine Meinung unter mehreren sind.
00:19:18: Dein Wissen ist leiser, es ist deshalb nicht schwächer.
00:19:21: Es braucht nur jemanden der ihm zuhört.
00:19:24: und dieser Jemand?
00:19:25: Das bist Du Wenn dich das gerade trifft.
00:19:30: wenn du beim Zuhören an einen bestimmten Abend gedacht hast Oder an einen Satz den du seit Jahren mit dir rumträngst Sprich einmal mit mir darüber.
00:19:38: Ein erstes Telefonat, fünfzehn Minuten kostenfrei ohne dass du dich danach zu irgendetwas verpflichtest.
00:19:45: Den Link findest Du in den Schoen uns.
00:19:48: Erwarteter, ob Du ihn nimmst oder nicht?
00:19:51: Ich freue mich wenn Du nächste Woche wieder dabei bist!
00:19:54: Achte auf Dich!
00:19:55: Sei nachsichtig mit Dir und vor allem dir selbst!
00:20:04: Das war die paar inspirierende Beziehungsgeschichte.
00:20:08: Mein Name ist Michael Arme.
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